Vor ca. 40 Jahren trat Eddy Brühwiler dem Velo-Moto-Club Rheineck bei. Als Einer- und Zweierkunstradfahrer eroberte er diverse Titel. Nach einer relativ kurzen Zeit als Aktivsportler unterbrach Eddy Brühwiler seine Karriere aufgrund einer Verletzung, die ihn schliesslich sogar zum Aufhören zwang. 1958 übernahm er dann das Traineramt bei den Nachwuchsfahrerinnen des vorarlbergischen RC Gisingen, bis er vier Jahre später zum Privattrainer von der damals erfolgreichsten österreichischen Kunstradfahrerin Annemarie Fehr avancierte. Mit der jungen, aufstrebsamen Sportlerin erlebte Eddy Brühwiler seine ersten grossen Momente als Trainer.
Nebst mehrfachen österreichischen Staatsmeistertiteln schauten an den Weltmeisterschaften in Kopenhagen (1964) ein zweiter Platz, ein Jahr später in Prag der erste Rang und nach einer weiteren Jahresfrist noch die Bronzemedaille heraus.
In diese Zeit - in der er ferner der Kommission des Fachausschuss-Hallenradsportes SRB angehörte -fielen zudem die glorreichen Zeiten der Rheinecker Kunstfahrer, bei denen er trotz seines Engagements im Nachbarland weiterhin als Leiter fungiert hatte. So entwickelte sich im Unterrheintal ein wahres Nest von Siegesfahrern. Seine Schülerin Silvia Brühwiler liess sich nicht nur mit dem Schweizer Meister-Titel, sondern auch mit dem dritten Rang an einer WM auszeichnen. Desgleichen konnte sich Peter Eberhard unter der fachkundigen Führung von Eddy Brühwiler erfreuen, nur belegte er in seinem Vaterland fünfmal den vordersten Rang und an den WM dreimal Bronze. Mit Renä Schuler qualifizierte sich an den Jugend-Europameisterschaften in Prag ein weiterer Fahrer aus dem Rheinecker Erfolgsteam.
Eddy Brühwiler lernte dank der zahlreichen Einsätze an "Weltturnieren" als Trainer die Welt sozusagen durch den Sport kennen. Dazu haben aber auch die Aufgebote als Internationaler Kampfrichter das ihre beigetragen, die ihn in die verschiedensten Länder reisen liessen.
Um in Zukunft etwas kürzer treten zu können, gab Eddy im Frühling das Amt des Präsidenten nach 14 Jahren ab. Erwähnt man den Velo-Club Rheineck, so wird meistens im selben Atemzug auch der Name Eddy Brühwiler in Verbindung gebracht. Eddy bleibt trotzdem weiterhin im Vorstand des Velo-Clubs, wo er auch nicht wegzudenken wäre. Noch heute steht er drei- bis viermal in der Rheinecker Kugelwies-Turnhalle und bereitet den Rheinecker Kunstradfahrernachwuchs auf die Wettkämpfe vor.
Lieber Eddy, im Namen des Velo-Clubs möchten wir Dir recht herzlich danken für die vielen Jahre, die Du dem Club geopfert hast und hoffen, dass Du uns noch viele Jahre unterstützen und beistehen wirst.
Der Velo-Club Rheineck